Anne Frank

 

Ausstellung vom 21.08. bis zum 26.09.2010

 

Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Shoah anhand persönlicher Lebensgeschichten. Die Erfahrungen von Anne Frank, ihrer Familie und anderen Zeitzeugen fordern Besucherinnen und Besucher dazu heraus, über Unterschiede und Parallelen zwischen Gestern und Heute nachzudenken.

 

 

   

 

 

 

1. Juni 2010 - Kindertag in Colditz

 

Am 1. Juni fand in der Sporthalle in Colditz ein Kinderfest anlässlich des Kindertages statt.

 

Viel Spaß gab es bei Märchenspiel und Polizeiorchester. Für Süßigkeiten und Getränke war auch gesorgt. Die Koordinatoren des Lokalen Aktionsplans und des Lokalen Bündnisses für Familie unterstützten die Kinder bei eigenhändigen Herstellung von Buttons. Der Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. war vertreten durch die Ausbildung, Bereich Holz. Die Kinder konnten hier eigene kleine Werke mit Holz, Leim und Hammer kreieren.

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Colditz

 

 

 

Elternbrief für die Zeitung

 

Neues Schulkonzept in der Colditzer Mittelschule

 

Die Eltern der 5. Klasse wenden sich an alle Mütter und Väter, die vor der schwierigen Entscheidung stehen, in welche Schule sie nun Ihre Kinder schicken sollen.

 

Vor einem Jahr wussten die meisten von uns auch nicht so genau, welche Schule denn nun die Richtige ist.

 

Das neue Schulkonzept der Colditzer Sophienschule hat letztendlich unsere Entscheidung für diese Schule maßgeblich beeinflusst. Inzwischen sind wir uns sicher, dass es eine gute Entscheidung war.

 

In letzter Zeit hat sich allgemein herumgesprochen, dass neue Lernformen gefunden werden müssen. Es geht um Lernformen,  die Kinder an Aufgaben heranführt, an denen sie wachsen können, mit dem Ziel, sich zu selbstbewussten, starken und kreativen Persönlichkeiten zu entwickeln, die sich sich nicht nur zu Konsumenten und Erfüllungsgehilfen entwickeln und die immer wieder für die Schaffung neuer Kulturgüter Sorge tragen.

 

Seit gut 10 Jahren gibt es richtungweisende Erkenntnisse in der Hirnforschung, die aufzeigen, wie hirngerechtes Lernen funktioniert. So z.B. die ?Helene-Lange-Schule? in Wiesbaden oder die "Bodensee-Schule"; hier sind die Kinder sehr traurig (manche weinen sogar), wenn sie nicht zur Schule gehen dürfen.

Leider gibt es in Deutschland noch viel zu wenige Beispiele, welche sich auf neue Schulformen einlassen.

 

Aber die Sophienschule Colditz hat auch auf diesen Erkenntnissen basierend damit begonnen, Neuland zu betreten. Wie immer bei etwas Neuem gibt es viel Skepsis und Vorbehalte auch bei uns Eltern, da wir selbst solche Unterrichtsformen nie kennen gelernt haben. Dadurch bedingt gab es sicher  einige Bedenken, ob denn das alles gut geht und wie unsere Kinder mit der neuen Form des Lernens umgehen können. Inzwischen hat sich das geändert und die meisten Eltern von uns staunen über den Lerneifer und die Zielsetzungen unserer Sprösslinge.

 

Mit diesem neuen Konzept werden die Kinder nicht mit Lernstoff ?abgefüllt?, sondern dazu angehalten bzw. inspiriert, sich selbständig das Wissen anzueignen. Dieses erfolgt vorzugsweise in Gruppenarbeiten (Entwicklung der Beziehungsfähigkeit). Dabei lernen sie in sozialen Netzwerken zu arbeiten. Schon lange ist bekannt, dass damit bessere Lernerfolge erzielt werden.

 

Am Anfang des Tagesablaufes gibt es, mit Anwesenheit eines Aufsicht führenden Lehrers, einen sogenannte Flüsterzeit von ca. 90 Minuten. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, Hausaufgaben, Projekte oder Unterrichtsrelevante Dinge selbständig und hauptsächlich eigenverantwortlich zu bearbeiten. Dabei werden die Richtlinien des Sächsischen Lehrplanes in vollem Umfang eingehalten.

 

Natürlich spielt hier auch eine politische Komponente eine Rolle, nach wie vor steht die Mittelschule leider unter Beobachtungsstatus und das solange, bis ausreichend Kinder eingeschult werden.

 

Für Colditz, das als Unterzentrum für unsere Region fungiert, wäre einen Verlust der Mittelschule kaum vorstellbar. Auch die Attraktivität der umliegenden Gemeinden würde darunter leiden, wir geben dies auch für Gemeinderäte von Zschadraß und Großbothen mit zu bedenken, die sich bisher mit einer politischen Willenserklärung für die Mittelschule Colditz zurückgehalten haben. Eine finanzielle Unterstürzung der Eltern, die ihre Kinder in der Sophienschule einschulen, wäre ein wichtiger Beitrag der angesprochenen Gemeinden.

 

Unser Ziel ist es, Eltern noch mehr auf unsere Sophienschule in Colditz mit ihrem Mut zu anderen Lernformen aufmerksam zu machen und einen Entscheidungshilfe zu geben, welche Schule die Kinder ab dem 5. Schuljahr besuchen.

 

 

 


 

 

 

Bennewitz

 


 

 

 

Symposium in Kitzscher am 01.09.2009

Positionen zur Familienfreundlichkeit: Gerhard Gey, Gabriela Lantzsch, Mike Kühne, Katharina Landgraf, Hermann Kues und Christian Kamprad (auf dem Sofa v.l.) erläuterten in einer von Heinrich Lillie (LVZ, l.) moderierten Diskussion ihre Sichtweisen. (Foto:Jens Paul Taubert)

 

 

 

Hermann Kues: Eine Region mit Trendsetterfunktion

Symposium mit 150 Gästen in Kitzscher / Parlamentarischer Staatssekretär lobt die Initiativen des Landkreises Leipzig für Familienfreundlichkeit

 

Kitzscher (hei). Das Landratsamt hat sich zum Ziel gesetzt, den Landkreis Leipzig zu einem familienfreundlichen und weltoffenen Landkreis zu entwickeln. Aus diesem Grund organisierte das Amt für Familienförderung ein Symposium in Kitzscher, bei dem es um die Entwicklung von Zukunftsvisionen und ihre Realisierungsmöglichkeiten ging.

Landrat Gerhard Gey machte in seiner Eröffnung vor fast 150 Gästen - von Kommunalvertretern bis zu Unternehmern - deutlich, dass der Staat nicht alles kompensieren könne, was in der Entwicklung von Familien quantitativ und qualitativ falsch laufe. Es gehe vor allem darum, ein für Familien freundliches Klima zu schaffen.

Für diesen Ansatz gab es Lob aus Berlin. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundesfamilienministerium, attestierte den Verantwortlichen im Kreis, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. "Sie sind eine Region mit Trendsetterfunktion", so Kues, "Familienfreundlichkeit bekommt immer mehr Gewicht als Standortfaktor und ist ein Gegengewicht gegen Abwanderung."

In einer Podiumsdiskussion erläuterten Kues und Gey sowie Christian Kamprad vom Lokalen Bündnis für Familie, Mike Kühne vom - für Familienfreundlichkeit ausgezeichneten - Mercedes- Autohaus, die CDU-Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf und Gabriela Lantzsch, SPD-Bürgermeisterin von Großpösna, ihre Sichtweisen auf das Thema. Dabei wurden durchaus unterschiedliche Auffassungen deutlich, vor allem Kühne setzte mit seinen Äußerungen Akzente.

Sein Appell an Politik und Verwaltung:
Schafft die Voraussetzung durch vernünftige Rahmenbedingungen - zum Beispiel steuerliche Erleichterungen - und weniger Bürokratie, dann wird die Wirtschaft auch ihrer Verantwortung gerecht.

Die Wünsche der übrigen Podiumsgäste:
Kamprad möchte, dass bei allen Entscheidungen an Kinder gedacht wird. Kues konkretisierte das: "Ein Radweg muss aus der Sicht eines Fünfjährigen gebaut werden."
Landgraf sprach sich für flächendeckende Mehrgenerationshäuser aus,
Lantzsch forderte kostenlosen Schülerverkehr für alle Kinder in Sachsen.
Gey baut darauf, dass der Landkreis eine positive Außenwirkung als Standort entfaltet und dass breite gesellschaftliche Gruppen für die Innenwirkung sorgen.

Der ehemalige Muldentalkreis war nicht nur eine von 550 Gebietseinheiten bundesweit, die ein lokales Bündnis für Familien auf den Weg brachten. Auch am Lokalen Aktionsplan "Miteinander tolerant leben", dessen Intention von Martin Gerlach (Regiestelle Vielfalt Berlin) und dessen Bilanz von Solveig Höppner (Kulturbüro Sachsen) beleuchtet wurde, beteiligte sich das Muldental von Anfang an. Beide Projekte sollen jetzt auf den gesamten neuen Landkreis ausgedehnt werden. Für die Umsetzung lieferte das Symposium eine ganze Reihe von Impulsen.

Quelle: LVZ, Muldentalzeitung, 3.September 2009

 

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LVZ, Muldentalzeitung am 17.06.2009

 

Familienbündnis im Muldental will wieder durchstarten. Bisherige und künftige Akteure treffen sich morgen in Grimma / Kontaktstelle beim Bildungs- und Sozialwerk eingerichtet.Muldental (tm).

 

Das lokale Bündnis für Familie im Muldental soll wieder in Schwung gebracht werden. Ein Treffen von Mitwirkenden findet am morgigen Donnerstag, 18. Juni, ab 15 Uhr beim Bildungs- und Sozialwerk in Grimma (BSW), Prophetenberg 7, statt.

Neben den dazu persönlich eingeladenen Bündnis-Gründern sind auch andere Interessenten willkommen, sagt BSW-Geschäftsführer Christian Kamprad. Er hatte im Frühjahr 2007 den Anstoß gegeben, dieses Bündnis im Muldental zu etablieren. Es reiht sich deutschlandweit ein in fast 500 gleichartige Initiativen, die eine vom Bundesfamilienministerium entwickelte Idee umsetzen.

Den Akteuren - Vertretern von Vereinen, Schulen, öffentlichen Verwaltungen, Kirchen, Ge- werkschaften, Unternehmen, Krankenkassen und viele andere - geht es um bessere Bildungs- und Betreuungsangebote, um einen familienfreundlichen öffentlichen Raum, um generationsübergreifende Aktivitäten und um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf (die LVZ berichtete). Allerdings hat die im Vorjahr vollzogene Kreisreform und die sich daran anschließende lange "Findungsphase" aus Kamprads Sicht der Allianz ein wenig den Schwung genommen. Deshalb jetzt der neue Anstoß. Dass viele Politiker vor Wahlen des hohen Stellenwert familienfreundlicher Aktivitäten betont haben, sei eine gute Ausgangsposition, meint der BSW-Chef: "Die Bürger werden sie beim Wort nehmen." Der demografische Wandel entfache schon in naher Zukunft einen Wettbewerb der Orte vor allem um junge Familien mit Kindern, ist Kamprad überzeugt. In diesem Zusammenhang  finde das Bündnis ein breites Betätigungsfeld. Beispielsweise wirke er selbst in Thümmlitzwalde gerade bei der Analyse der Kindertagesstätten mit, die darauf zielt, die Angebote so attraktiv wie möglich zu machen. Solcherart Aktivitäten unter dem Dach des Familienbündnisses seien vielerorts vorstellbar. Ideen aller Art seien erwünscht, um das Bündnis wieder zu beleben, betont Kamprad. Die organisatorischen Fäden hält ab sofort eine Kontaktstelle in der Hand, die das BSW mit einer über das Förderprogramm Kommunal-Kombi bezahlten Arbeitskraft besetzt hat. Die Mitarbeiterin heißt Anneliese Herrera und ist für Nachfragen und Mitwirkungsangebote unter der Telefonnummer 03437/ 7 07 51 15 zu erreichen.

Auf dem Treffen morgen in Grimma solle unter anderem auch darüber debattiert werden, ob es Sinn hat, das Bündnis auf den gesamten neuen Landkreis auszudehnen, berichtet Kamprad. Er selbst halte das für nicht sehr sinnvoll.

Quelle: LVZ, Muldentalzeitung, 17.06.2009